| My way to the
Top!! Zermatt-Marathon am 6. Juli 2002 |
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42,195 km 2100 Höhen- meter Will- kommen beim Abenteuer Zermatt! |
Zermatt-Marathon 2003 ? 09.07.2002 Koerich (Luxemburg) - Einige stellen sich sicherlich die Frage ob ich mir einen solchen Lauf noch einmal antun würde? Ja, ich würde! Auch wenn ich es bei dieser ersten Marathon-Teilnahme geschafft habe meinen eigenen Ehrgeiz im Zaume zu halten um die Ankunft nicht zu gefährden, so bin ich natürlich nicht damit zufrieden nur Vermutungen über eine mögliche Zeit bei Laufen am Limit nachzudenken. Es besteht also durchaus die Möglichkeit daß ich es nächstes Jahr wirklich wissen möchte. Mehr oder weniger beschlossene Sache ist die Teilnahme an einem Stadt-Marathon. Ich möchte herausfinden wie weit ich meine Zeit unter 4 Stunden schrauben kann. Laut der Halbmarathon-Zeit ist eine Zeit unter diesen 4 Stunden sozusagen Pflicht. 7 Stunden 3 Minuten 14
Sekunden06.07.2002 Gornergrat (Schweiz) - Es ist vollbracht, ich bin meinen ersten (!) Marathon erfolgeich zu Ende gelaufen. In meiner M20-Gruppe wurde ich 256. von 261 Gewerteten, in der Männergesamtwertung 763. von 791 Läufern. Der letzte bei M20 benötigte 7:32:20. Mein Kumpel Thomas Suster benötigte nur 5:46:41 und wurde bei M20 damit 193. (499. bei den Männern insgesamt). In der für mich relevanten M20-Gruppe befindet sich der Gesamtsieger bei den Herren (insgesamt 791 klassierte Männer): Stefan Tassani-Prell aus Römerstein (D) benötigte 3:34:29. Carolina Reiber aus Hamburg (D) benötigte als schnellste Frau 4:02:45 bei 125 klassierten Frauen insgesamt. Ein Überaschungs-Ei geht an ... Thomas! 06.07.2002 Gornergrat (Schweiz) - Eher des Spaßes wegen wetteten Thomas und ich am Vortage des Rennens noch um ein Überaschungs-Ei darauf, wer denn als erster im Ziel einlaufen würde. Die Pessimisten-Variante war, wer kilometermäßig am spätesten aufgeben würde. Thomas kam als erster am Gornergrat an nach 5 Stunden, 46 Minuten und 41 Sekunden. Herzlichen Glückwunsch an dieser Stelle für diese beachtliche Leistung. Was sagte die Pulsuhr? 06.07.2002 Gornergrat (Schweiz) - Folgende Tabelle gibt die Meßwerte meiner Pulsuhr wieder. Der Maximalpuls betrug an dem Tag nur 171. Mein im Training gemessener maximaler Puls (Hf max) unter Vollast betrug bei der letzten Messung im Training 193 Schläge. Mein GA1/2-Bereich (d.h. die aerob/anaerobe Schwelle) liegt demzufolge zwischen 155 bis 164 Schlägen. Die Pulsdurchschnittswerte der einzelnen Streckensegmente verdeutlichen daß ich auf Nummer sicher lief um bei meinem ersten Marathon auf sehr ungewohntem Terrain nicht aufgeben zu müssen: nur 2% der gesamten Strecke lief ich mit einem Puls im anaeroben Bereich.
Bewältigung des Anstieges im "Gruppetto" 06.07.2002 St. Niklaus/Gornergrat (Schweiz) - Die Antwort auf die Frage, wie man sich ein Rennen wie den Zermatt-Marathon einteilt, wenn man nicht einmal über die Erfahrung eines Flachmarathons verfügt, ist nicht ohne weiteres zu beantworten. Mein erklärtes Ziel war es anzukommen. Punkt. Es galt also ein Lauftempo zu finden, das eine Ankunft nicht durch einen totalen Leistungseinbruch verhindert hätte. Ich wußte nicht wie die Höhenmeter sich auf die Leistung auswirken würde. Um mich nach dem Start nicht von schnelleren Läufern zu einem für mich zu hohem Tempo hinreissen zu lassen, stellte ich mich im Startfeld ganz am hinteren Ende auf. Nach wenigen Kilometern, kurz nach Verlassen von St. Niklaus, lief ich hinter einer Gruppe mit drei Personen her. Das Lauftempo war angenehm, und rasch entwickelte sich eine Unterhaltung. Auf die "Gretchen"-Frage hin, wie es denn mit meiner Lauferfahrung aussehen würde, mußte ich Farbe bekennen und zugeben daß ich noch nie Marathon gelaufen war. Die kleine Gruppe berichtete mir von vielen Teilnahmen an solchen Bergläufen, und davon daß sie noch nie Probleme mit überschrittenen Zeitlimits bekommen haben. Also entschloß ich mich bei dieser Gruppe zu bleiben. Immer wieder gut für die Motivation waren die mit Japaner vollbesetzten Wagen der Gornergrat-Bahn. Wenn die Insassen nicht von selbst als erste winkten, so wurde ein Winken unsererseits immer erwidert. Radsportkenner wissen was bei Bergetappen unter einem "gruppetto" verstanden wird. Es ist der Pulk derjenigen Fahrer, die am Berge nicht so gut sind, und die kontrolliert gerade so schnell fahren, daß sie bei Zieleinlauf nicht vom Rennen wegen Zeitüberschreitung ausgeschlossen werden. Ich würde meiner Gruppe aber jetzt unrecht tun, wenn ich nicht darauf hinweisen würde daß wir über eine halbe Stunde vor Zielschluß ankamen. Die letzten wurden wir also keineswegs. Es hat sich auch bewahrheitet was sie mir vorausgesagt hatten: unterwegs haben wir noch viele eingeholt am Berg, die sich auf den ersten Kilometern etwas überschätzt hatten. Mein großer Dank geht an Martina und Frank Lehmann sowie an Frank-Peter Grucza von der Laufgruppe Lehmann aus Ballstädt/Erfurt. Mit Vergnügen setze ich ungefragt an dieser Stelle einen Link auf die wirklich tolle Internet-Seite Laufladen.de. Was sind eigentlich Leistungskilometer? 06.07.2002 St. Niklaus (Schweiz) - Bei der Fahrt vom Camping-Platz in Täsch hin zum Start in St. Niklaus, unterhielt ich mich in der Bahn mit einem älteren, aber offensichtlich sehr erfahrenen Bergläufer. Diese empfahl bei jeder Verpflegungsstelle soviel wie möglich zu trinken (3-4 Becher oder mehr). Er wies auch darauf hin, daß ein Berglauf von der Leistung her mehr Kilometer darstellt wie dieselbe Strecke im Flachen. Klingt einleuchtend. Bloß wieviele Kilometer kämen im Flachen dazu? Er behauptete der Zermatt-Marathon würde im Flachen eine Distanz von 56 Kilometern entsprechen. Eine andere Person berichtete, daß im Militärbereich 300 Höhenmeter einem weiteren Kilometer in der Distanz entsprechen würden. 2100 geteilt durch 300 ergibt 7km, demzufolge wären den 42km noch 7 zu addieren und die Leistung betrüge 49km. Dies sind aber alles nur theoretische Überlegungen. Die Wetterbedingungen 06.07.2002 Zermatt (Schweiz) - Wie man damit umgeht ist unterschiedlich, jedenfalls war der Renntag wettermäßig ein Ausreisser mit schlechtem Wetter. Was sich im Tal nur mit Regen äußerte, verwandelte sich durch die Höhenmeter in leichten Schneefall auf den letzten Kilometern. Ab etwa Kilometer 25 wurden die Hände klamm, und ich war sehr erleichtert zu wissen, daß mein mitgeschleppter Rucksack meine Winterlaufkleidung enthielt. Während des Anstieges nach Sunnega zog ich bereits Winterhandschuhe und eine Mütze an. Ab Sunnega vor dem Abstieg zog ich mich in einem einigermaßen windgeschützten Unterschlupf sogar um, um mit trockenen und langen Laufklamotten den Rest des Weges anzutreten. Während des Rennens gab es noch von einigen Ortskundigen die Behauptung, die Wolkendecke würde sich auflichten; leider hat sich dies nicht bestätigt. Streckenbesichtigung vor
Ort05.07.2002 Zermatt/Gornergrat (Schweiz) - Bei strahlendem Sonnenschein machten Thomas, Babette und ich uns am Vortage des Laufes auf zu einer Besichtigung des Gornergrats, wo auch der Zieleinlauf stattfinden würde am nächsten Tage. Als Läufer konnten wir kostenlos nach Zermatt und ermäßigt die Fahrt zum Gornergrat mit der Zahnradbahn antreten. Und diese Fahrt mit der Bahn on Zermatt (1616 Höhenmeter) hinauf zum Gornergrat (3089 Höhenmeter) ist wahrhaftig ein Erlebnis. Nach wenigen hundert Metern hat die Bahn bereits eine Höhe erreicht, die Zermatt sehr klein erscheinen läßt, am Fuße des mächtigen Matterhorns. Langsam windet sich die Bahn dann mit
einigen Zwischenstationen den Berg hinauf. Irgendwann ist die Baumgrenze
erreicht, und die Spitze des Gornergrats wird sichtbar. Unsere Aufmerksamkeit
war geteilt zwischen dem Bewundern der atemberaubenden Aussichten, mit
stellenweise sehr tiefen Ausblicken ins Tal hinunter, und dem Identifizieren
des Streckenverlaufs. Stellenweise verlief die Strecke genau an der Bahn
entlang, an anderen Abschnitten war nicht klar ersichtlich wo wir
überhaupt laufen würde. Ziemlich eindeutig auszumachen waren die
Kilometer mit 16% durchschnittlicher (!) Steigung pro
Kilometer. Startnummer 90324.06.2002 Koerich (Luxemburg) - Die Startunterlagen sind angekommen, und ich halte meine Startnummer in den Händen: Christian Mersch - 903. Am Tage des Rennens müßte es auf der Veranstalter-Homepage möglich sein die Zwischenzeiten damit abzurufen. Formtest beim Stadtlauf in Trier 23.06.2002 Trier (Deutschland) - Als gute Gelegenheit um einmal unter realen Rennbedingungen wenigstens einen halben Marathon zu laufen, bot sich eine Teilnahme beim »» Stadtlauf in Trier am vergangenen Sonntag an. Es ging nicht darum Rekordzeiten aufzustellen, sondern einfach ein wenig Rennluft zu schnuppern. Meine Zeit fiel mit 1 Std. 49 min und 43 Sekunden auch zufriedenstellend aus. Bei den ersten Kilometern hatte ich etwas gebummelt, fand aber dann im Rest des Rennens ein gutes Tempo. Doch in zwei Wochen wartet ein etwas anderes Kaliber von einem Rennen auf mich ... Über 400 Trainingskilometer seit Mitte März 20.06.2002 Koerich (Luxemburg) - War ich in den vergangenen Jahren definitiv nur ein Gelegenheitsläufer, so hat sich dieses Frühjahr einiges getan. In einer normalen Woche wird viermal trainiert, dabei gibt es jedes Wochenende als Krönung den "langen Lauf". Letzterer wurde über die Wochen hinweg immer weiter ausgebaut. Betrug die Distanz in der ersten Woche nur 8km, so sind es Anfang Juni einmal 31km geworden. Es gab auch die eine oder andere Woche mit eingeschränktem Trainingsumfang. Einmal wollte das Knie nicht so recht, ein andermal bremste eine Erkältung die sportlichen Ambitionen. Zermatt, wo ist das
eigentlich?Zermatt ist ein Wintersportort am Fuße des Matterhorns im Süden der Schweiz im Kanton Wallis, in der Nähe der Grenze zu Italien. Lesenwert sind bei Spiegel Online die Artikel »» Die Flut kam aus heiterem Himmel über die Überschwemmungen welche dieses Tal öfters heimsuchen, sowie »» Und täglich glüht das Matterhorn über die "Gemeinschaft autofreier Schweizer Tourismusorte". |
DIE WETTE An Sylvester 2001 wurde die Idee von meinem guten Freund Thomas in die Welt gesetzt, doch einfach mal an einem Alpenmarathon teilzunehmen. Warum nicht? Was aber wenn man wie ich bisher noch nicht einmal einen Halbmarathon gelaufen war? Was dann passierte berichtet diese kleine Seite. Der Gegenstand der Wette? Wer bei der Anmeldung kneifen würde, müßte dem anderen das Startgeld bezahlen (ca. 56 EUR)! FEATURES »» Streckenplan Zermatt-Marathon 2002 in einem Rutsch Auf der offiziellen Homepage gibt es die Streckenabschnitte einzeln, hier aber kann die Strecke in einer riesigen Grafik runtergeladen werden. Vorsicht, 1.4MB. ![]() »» Zermatt-Marschplanung 2002 (Excel-Mappe) Diese Tabelle mit vielen ausgeklügelten Formeln erlaubt das Erstellen von Zeit-Szenarien auf der Zermatter Marathon-Strecke. ![]() »» Davos K42 Marschplanung 2003 (Excel-Mappe) *** NEU Juli 2003 *** Überarbeitete Version der Zermatt-Tabelle, bessere Berücksichtigung von negativen Steigungen durch Verwendung von 5 Referenzwerten statt 2 für die Interpolation der Laufgeschwindigkeit bei einer gegebenen Steigung. BÜCHER Eine Marathonvorbereitung improvisiert sich natürlich nicht. Es bedarf eines maßgeschneiderten Trainingsplans um die 42km als Einsteiger überhaupt bestehen zu können. An vielen Stellen ist zu lesen, daß es nicht nur auf das körperliche Training ankommt, sondern auch auf die Psyche. Vor allem nach dem 35. km bekommt derjenige massive Probleme, der nicht auch seinen Kopf für eine solche Herausforderung fit gemacht hat. Ein empfehlenswertes Buch ist daher "The Non-Runner's Marathon Trainer" von Whitsett, Dolgener und Kole. Ein anderes Buch namens "Das Laufbuch - Training, Technik, Ausrüstung" von Steffens und Grüning liefert viele weitere Zusatzinfos. |
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